Strukturen für die Grundstufe: Bedienen Sie sich!

Der vorliegende Beitrag reflektiert die Notwendigkeit, den Grammatikbegriff im Kontext des Deutschen als Fremdsprache neu zu bestimmen. Ausgehend von der postulierten Interdependenz zwischen Lexikon und Grammatik wird ein integrativer Beschreibungsansatz vertreten, der die strukturelle Kombinatorik...

Descripción completa

Detalles Bibliográficos
Autores: Gierden, Carmen, Heinsch, Bárbara
Tipo de recurso: capítulo de libro
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2008
País:España
Institución:Universidad de Valladolid
Repositorio:UVaDOC. Repositorio Documental de la Universidad de Valladolid
OAI Identifier:oai:dnet:uvadoc______::f9d302f19c5ce5b7e23e895a7885debd
Acceso en línea:https://uvadoc.uva.es/handle/10324/83966
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:DaF-Grammatikdidaktik, Chunks, Lernerperspektive, Rahmenmodell, didaktische Grammatik
Descripción
Sumario:Der vorliegende Beitrag reflektiert die Notwendigkeit, den Grammatikbegriff im Kontext des Deutschen als Fremdsprache neu zu bestimmen. Ausgehend von der postulierten Interdependenz zwischen Lexikon und Grammatik wird ein integrativer Beschreibungsansatz vertreten, der die strukturelle Kombinatorik (Strukturtypen, Rahmenkonstruktionen, Valenzrelationen und syntaktische Funktionen) als konstitutive Grundlage von Bedeutungskonstitution und kommunikativer Sprachgebrauch fasst. Angesichts der starken Ausrichtung auf kommunikative Paradigmen wird die Notwendigkeit unterstrichen, die formale Ebene des Sprachsystems sowie den gezielten Erwerb komplexer syntagmatischer Einheiten, wie Chunks im Sinne von Diehl und Pistorius (2002), wieder als integrale Komponenten grammatischer Progression zu etablieren. Die vorgeschlagene praktische Grammatik, Strukturen für die Grundstufe, ist im Konzept des fremden Blicks (Blühdorn 2000) verankert, das die analytische Perspektive nicht-muttersprachlicher Lernenden als heuristisch produktiv begreift. Diese externe Perspektivierung ermöglicht die Sichtbarmachung feingliedriger distinktiver Merkmale und distributioneller Restriktionen des Sprachgebrauchs, die im muttersprachlichen Sprachbewusstsein wie auch in traditionellen Grammatiken häufig unberücksichtigt bleiben, etwa Differenzierungen zwischen Subordinationstypen, morphologische Beschränkungen oder artikelspezifische Funktionen.