Vorsatz ohne Kenntnis? Überlegungen im Zusammenhang mit der Verurteilung von Lionel Messi wegen Steuerhinterziehung

In den letzten Jahren gab es in einigen kontinentalen Rechtssystemen eine intensive Debatte über die Möglichkeit, dass es Vorsatzformen geben könnte, die keine Kenntnis der Tatbestandselemente erfordern. Diese Diskussion wurde durch zwei sehr unterschiedliche Traditionen angeregt: die deutsche Theor...

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Detalles Bibliográficos
Autor: Vallés Raguès, Ramon
Tipo de recurso: artículo
Estado:Versión aceptada para publicación
Fecha de publicación:2021
País:España
Institución:Varias* (Consorci de Biblioteques Universitáries de Catalunya, Centre de Serveis Científics i Acadèmics de Catalunya)
Repositorio:Recercat. Dipósit de la Recerca de Catalunya
OAI Identifier:oai:recercat.cat:10230/71998
Acceso en línea:http://hdl.handle.net/10230/71998
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:Ignorància (Dret)
Frau fiscal
Dol (Dret penal)
Descripción
Sumario:In den letzten Jahren gab es in einigen kontinentalen Rechtssystemen eine intensive Debatte über die Möglichkeit, dass es Vorsatzformen geben könnte, die keine Kenntnis der Tatbestandselemente erfordern. Diese Diskussion wurde durch zwei sehr unterschiedliche Traditionen angeregt: die deutsche Theorie der so genannten "Tatsachenblindheit" und die angelsächsische willful blindness-Doktrin. In diesem Beitrag sollen diese Ansätze in einem der berühmtesten Fälle, in denen diese Theorien angewendet wurden, vorgestellt und kritisch bewertet werden: die Verurteilung des Fußballers Lionel Messi durch die spanischen Gerichte als Täter einer Steuerhinterziehung.