Uwe Timms Berliner Trilogie Bilanzen von Teilung und Wende in Johannisnacht, Rot und Halbschatten

Uwe Timm thematisiert die Teilung und die Wende in seiner Berlin-Trilogie mit den Romanen Johannisnacht (1996), Rot (2001) und Halbschatten (2008). Bei den zwei ersten bieten die Erinnerungen und Erfahrungen der Figuren ein vielfältiges Panorama der Nachkriegszeit in Ost und West dar: In Johannisnac...

Descripción completa

Detalles Bibliográficos
Autor: Krause, Ana Helena
Tipo de recurso: artículo
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2009
País:Brasil
Institución:Universidade de São Paulo (USP)
Repositorio:Pandaemonium Germanicum (Online)
Idioma:ger
OAI Identifier:oai:revistas.usp.br:article/74824
Acceso en línea:https://revistas.usp.br/pg/article/view/74824
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:Uwe Timm
Século XX
Reunificação Alemã
Literatura e Memória
20. Jahrhundert
Wiedervereinigung
Literatur und kollektives Gedächtnis
20th Century
German Reunification
Literature and Memory
Descripción
Sumario:Uwe Timm thematisiert die Teilung und die Wende in seiner Berlin-Trilogie mit den Romanen Johannisnacht (1996), Rot (2001) und Halbschatten (2008). Bei den zwei ersten bieten die Erinnerungen und Erfahrungen der Figuren ein vielfältiges Panorama der Nachkriegszeit in Ost und West dar: In Johannisnacht tritt das Chaos in der Stadt im Jahr 1995 in Erscheinung sowie die Integrationsschwierigkeiten zwischen „Ossis“ und „Wessis“. In Rot gehört das Scheitern des Sozialismus in der DDR zu den Enttäuschungen der 68er. In Halbschatten konzentriert sich der Autor auf die Deutsche Geschichte vor 1945 und sucht die Ursachen für das Szenario der beiden ersten Romane der Trilogie in der militaristischen Vergangenheit Preußens. Der Invalidenfriedhof, der älteste der Stadt, erscheint als Bühne der Geschichte und als Ort, wo das Gedächtnis konkret wird, denn er hat nicht nur die militärische preußische Elite und mächtige Nazis mit Widerstandskämpfern vereinigt, er wurde auch von der Berliner Mauer geteilt.