Die Metaphysik der Sprache. Das Problem der Sprache bei Nikolaus von Kues

Obwohl Nikolaus von Kues die Sprache nicht zum Gegenstand seiner Spekulationen machte und infolgedessen keine systematische Sprachphilosophie formulierte, habe ich in meiner Dissertation ?Metaphysik der Sprache. Das Problem der Sprache bei Nikolaus von Kues? versucht, das sein Denksystem ausgehend v...

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Detalles Bibliográficos
Autor: Gonzalez Rios, Hector Jose
Tipo de recurso: artículo
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2015
País:Argentina
Institución:Consejo Nacional de Investigaciones Científicas y Técnicas
Repositorio:CONICET Digital (CONICET)
Idioma:alemán
OAI Identifier:oai:ri.conicet.gov.ar:11336/70095
Acceso en línea:http://hdl.handle.net/11336/70095
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:Metaphysik
Sprache
Nikolaus Von Kues
https://purl.org/becyt/ford/6.3
https://purl.org/becyt/ford/6
Descripción
Sumario:Obwohl Nikolaus von Kues die Sprache nicht zum Gegenstand seiner Spekulationen machte und infolgedessen keine systematische Sprachphilosophie formulierte, habe ich in meiner Dissertation ?Metaphysik der Sprache. Das Problem der Sprache bei Nikolaus von Kues? versucht, das sein Denksystem ausgehend von den vielen und wichtigen Bemerkungen über die Sprache in verschiedenen Stellen seiner Werke zu analysieren. Das erlaubte mir, eine cusanische Theorie der Sprache aufzustellen. Ziel des Vortrags ist es, das Forschungsschema meiner Dissertation vorzustellen: 1. Der Vortrag beginnt mit dem bisherigen Forschungsstand, was das Problem der Sprache bei Nikolaus von Kues angeht. Es werden einige Marksteine der Forschung im Kontext der Philosophie des letzten Jahrhunderts und drei Einwendungen gegen eine systematische Behandlung des Problems der Sprache beim Cusaner erwähnt. 2.1. Dennoch werden Elemente des Denkens von Nikolaus von Kues behandelt, die erlauben, eine cusanische Theorie der Sprache aufzustellen: 2.1.a. Es wird gezeigt, dass eine cusanische Theorie der Sprache ihre letzte Grundlage in der methaphysisch-theologischen Lehre des Lógos bzw. des Verbum findet, die Nikolaus von Kues in seinem ganzen Werk, ab der Predigt ?In principio erat Verbum? (1428/30), entfaltet. 2.1.b. Diese Lehre wird von einer Metaphysik des menschlichen Geistes abgeleitet, die der Cusaner zum ersten Mal auf eine systematische Weise in den Büchern von De coniecturis formuliert. Denn der menschliche Geist als lebendiges Bild Gottes begreift sich als ein schaffender, dynamischer, dreieniger Ursprung, der eine mutmaßliche bzw. symbolische Welt entfaltet. Durch diese Ausfaltung neigt der menschliche Geist humaniter dazu, ein mutmaßliches Verständnis von sich selbst und seinem Ursprung zu erlangen. 2.1.c. Daher enthüllt, offenbart oder teilt sich der Geist mit durch Worte, die ausgesprochen und geschrieben werden. Daraus geht die systematische Funktion der Sprache im Denken vom Cusaner hervor. Denn durch das Wort kennt der Geist sich selber, genauso wie der Ursprung sich selber und alles in seinem Verbum begreift und versteht. 2.1.d. Es wird gezeigt, dass ein wichtiges Element einer cusanischen Theorie der Sprache die Beilegung von Namen bzw. Worten ist, die durch eine Bewegung der ratio beigelegt werden, so wie es vom Cusaner ab De docta ignorantia behauptet wird. Darüber hinaus wird auf die Einschätzung vom Cusaner der Sprache Adams in De genesi (1447), De venatione sapientiae (1463) und im Compendium (1463) hingewiesen, die als die theologische Grundlage für die Beilegung von Namen betrachtet wird. 2.2. Zum Schluss wird gezeigt, dass eine der Hauptfunktionen des Wortes in einer cusanischen Theorie der Sprache im Zusammenhang mit den Namen steht, die in einer mutmaßlichen Weise den dreienigen schaffenden Dynamismus des ersten Ursprungs zum Ausdruck bringen. Auch wenn es keinen Überblick über die Hermeneutik der göttlichen Namen von Sermo I bis De apice theoriae in dieser Arbeit gibt, wie es der Fall in den sechs Kapiteln des zweiten Teils meiner Dissertation war, kommt es in dem Vortrag zu einer globalen Einschätzung der Bedetung dieses wichtigen Topos im cusanischen Denken. Es wird dabei auf die Bezeichnungskraft des ?non aliud? hingewiesen, weil es der einzige rätselbildliche Name ist, der sich selber und alles durch sich selbst definiert.