Redeeinleitende Verben und ihre Didaktisierung im DaF‑Unterricht. Eine Frequenzanalyse.

Der Beitrag untersucht die Funktion und Distribution redeeinleitender Verben als konstitutive Elemente der indirekten Rede im Deutschen und analysiert deren didaktisches Potenzial für den DaF-Unterricht. Ausgehend von der Beobachtung, dass der Redehinweis in der DaF-Praxis häufig zugunsten formaler...

Descripción completa

Detalles Bibliográficos
Autor: Gierden, Carmen
Tipo de recurso: capítulo de libro
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2001
País:España
Institución:Universidad de Valladolid
Repositorio:UVaDOC. Repositorio Documental de la Universidad de Valladolid
OAI Identifier:oai:dnet:uvadoc______::7499eb473029d800f76b4e4cc58cc945
Acceso en línea:https://uvadoc.uva.es/handle/10324/83910
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:Angewandte Linguistik, DaF, Redewiedergabe, Frequenzanalyse, verba dicendi / verba sentiendi
Descripción
Sumario:Der Beitrag untersucht die Funktion und Distribution redeeinleitender Verben als konstitutive Elemente der indirekten Rede im Deutschen und analysiert deren didaktisches Potenzial für den DaF-Unterricht. Ausgehend von der Beobachtung, dass der Redehinweis in der DaF-Praxis häufig zugunsten formaler Transformationsregeln (Tempus‑, Modus‑ und Deixisverschiebungen) vernachlässigt wird, wird hier argumentiert, dass verba dicendi und sentiendi zentrale Referatindikatoren darstellen, die sowohl die Relation zwischen Sprecher, Adressat und propositionalem Gehalt herstellen als auch subjektive Bewertungen und Perspektivierungen des Berichtenden ausdrücken. Auf der Basis eines literarischen Korpus von sieben Prosawerken werden über 170 unterschiedliche redeeinleitende Ausdrücke identifiziert und in ihrer Häufigkeit, semantischen Typologie und syntaktischen Einbettung klassifiziert. Die Analyse zeigt eine deutliche Dominanz der Verben „sagen“ und „fragen“ (je 12,5 %), während weitere Gruppen (epistemische, emotive und modale Operatoren) ein breites Spektrum an Bedeutungsnuancen abdecken. Es werden fünf strukturelle Realisierungstypen (verbale, nominale, integrierte, präpositionale und adjektivische Redeanweisungen) beschrieben und gezeigt, dass diese Formen wesentlich zur Eindeutigkeit, Perspektivierung und Textkohärenz beitragen. Didaktisch plädiert der Beitrag für eine systematische Erweiterung des verbalen Repertoires von Lernenden, um stilistische Variation, kommunikative Präzision und metasprachliche Sensibilität zu fördern. Die vorgeschlagenen Übungen zielen darauf ab, die funktionale Vielfalt redeeinleitender Ausdrücke bewusst zu machen und deren produktiven Einsatz in mündlichen und schriftlichen Kontexten zu stärken.