Der nordische Naturraum und das Erhabene: eine Fallstudie

Im vorliegenden Artikel wird die künstlerische Darstellung der für den Norden Europas charakteristischen, ausgedehnten Nadelwälder anhand eines Fallbeispiels aus der Kunstgeschichte untersucht. Bei dem ausgewählten Kunstobjekt handelt es sich um Caspar David Friedrichs (1774 – 1840) Gemälde Der Chau...

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Detalles Bibliográficos
Autor: Dietrich, Sophie
Tipo de recurso: artículo
Fecha de publicación:2014
País:España
Institución:Universidad de Alcalá (UAH)
Repositorio:e_Buah Biblioteca Digital Universidad de Alcalá
Idioma:alemán
OAI Identifier:oai:ebuah.uah.es:10017/20867
Acceso en línea:http://hdl.handle.net/10017/20867
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:Das Erhabene
Wald
Gefühl
Der Norden
Caspar David Friedrich
The North
The sublime
Forest
Emotion
Lo sublime
Bosque
El Norte
Literatura
Medio ambiente
Literature
Environmental science
Descripción
Sumario:Im vorliegenden Artikel wird die künstlerische Darstellung der für den Norden Europas charakteristischen, ausgedehnten Nadelwälder anhand eines Fallbeispiels aus der Kunstgeschichte untersucht. Bei dem ausgewählten Kunstobjekt handelt es sich um Caspar David Friedrichs (1774 – 1840) Gemälde Der Chausseur im Walde aus dem Jahre 1814. Zunächst erfolgt eine Bildanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Waldes. In diesem Kontext wird erörtert, wie der Künstler dieses Landschaftselement dargestellt hat und inwiefern jene Darstellungsweise mit der symbolischen Bedeutung korrespondiert. Ferner wird dargelegt, inwiefern das Fallbeispiel als Darstellung einer nordischen Landschaft aufgefasst werden kann. In einem weiteren Schritt wird untersucht, ob das Gemälde den Eindruck der Erhabenheit, der sich angesichts von Naturschauspielen einstellt, verbildlicht. Dies geschieht unter besonderer Berücksichtigung von Friedrich Schillers Aufsatz Vom Erhabenen. Zur weiteren Ausführung einiger Kantischer Ideen aus dem Jahre 1793 und von Edmund Burkes Philosophischer Untersuchung über den Ursprung unserer Ideen vom Erhabenen und Schönen, die in einer ersten Fassung 1756 und dann 1759 erschien. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, ob der im Bild dargestellte Nadelwald im 18. Jahrhundert für die Erweckung der Idee des Erhabenen als geeignet erachtet wurde. Obgleich sich von den entsprechenden philosophischen Traktaten keine Präferenz für eine geographische Region ableiten lässt, bediente man sich in der europäischen Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts häufig nordischer Landschaften, um die Idee des Erhabenen bildlich darzustellen. Da der Vorzug nordischer Landschaften in diesem Kontext bisher nicht restlos geklärt ist, wird abschließend diskutiert, inwiefern das behandelte Fallbeispiel zum Verständnis dieses Phänomens beitragen kann.