Eine statischtische Studie zum Konjunktivgebrauch unter besonderer Berücksichtigung des würde+Infinitiv-Gefüges im heutigen Deutsch

Die vorliegende Studie untersucht den Gebrauch des Konjunktivs in der geschriebenen deutschen Gegenwartssprache und widmet der Entwicklung der würde + Infinitiv-Periphrase besondere Aufmerksamkeit. Auf Basis der deskriptiven Sprachstatistik werden Frequenz, Regularitäten und funktionale Besonderheit...

Descripción completa

Detalles Bibliográficos
Autor: Gierden, Carmen
Tipo de recurso: artículo
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2002
País:España
Institución:Universidad de Valladolid
Repositorio:UVaDOC. Repositorio Documental de la Universidad de Valladolid
OAI Identifier:oai:dnet:uvadoc______::0a8e2b1c7f8cea71fe289a75d7cafcb0
Acceso en línea:https://uvadoc.uva.es/handle/10324/84009
Access Level:acceso abierto
Palabra clave:deutsche Gegenwartssprache, Konjunktivgebrauch, würde-Periphrase, deskriptive Sprachstatistik
Descripción
Sumario:Die vorliegende Studie untersucht den Gebrauch des Konjunktivs in der geschriebenen deutschen Gegenwartssprache und widmet der Entwicklung der würde + Infinitiv-Periphrase besondere Aufmerksamkeit. Auf Basis der deskriptiven Sprachstatistik werden Frequenz, Regularitäten und funktionale Besonderheiten synthetischer und analytischer Konjunktivformen erhoben. Das Korpus umfasst sieben literarische und trivialliterarische Werke aus den Jahren 1958 bis 1997, die aleatorisch ausgewählt wurden, um eine möglichst breite Repräsentativität der Literatursprache zu gewährleisten. Die Analyse zeigt, dass die würde-Form vor allem in Konditionalsätzen und verwandten Strukturen dominiert, häufig als Ersatzform für ambivalente oder veraltete synthetische Konjunktivformen, ohne dabei semantische Unterschiede zu erzeugen. Besonders auffällig ist ihr formelhafter Gebrauch im Bereich des Konjunktiv Modestatis und der höflichen Redeweise, der bei bestimmten Autoren stark vertreten ist. Seltene Erscheinungen wie würde + Infinitiv II oder Kombinationen mit Modalverben treten im Korpus kaum auf. Insgesamt bestätigt die Untersuchung eine klare Tendenz zur funktionalen Erweiterung und Stabilisierung der würde-Periphrase, insbesondere in konditionalen Kontexten und irrealen Vergleichssätzen, was sowohl für linguistische Modellierungen als auch für die Sprachdidaktik relevante Implikationen hat.