Zur medizinischen Verwendung von Zedernteer, Rote Zaunrübe und Gemeine Schmerzwurz im alten Mesopotamien

Die Anwendung von Heilpflanzen für die Behandlung von Krankheiten dürfte so alt wie die Menschheit selbst sein. Dabei haben Kräuter zu den ersten Mitteln gehört, die gegen vielerlei Leiden eingesetzt wurden. An zweiter Stelle standen Mineralien und an dritter Heilstoffe aus dem Tierreich. Eines der...

Descripción completa

Detalles Bibliográficos
Autor: Böck, Barbara
Tipo de recurso: otro
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2023
País:España
Institución:Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC)
Repositorio:DIGITAL.CSIC. Repositorio Institucional del CSIC
OAI Identifier:oai:digital.csic.es:10261/383542
Acceso en línea:http://hdl.handle.net/10261/383542
Access Level:acceso abierto
Descripción
Sumario:Die Anwendung von Heilpflanzen für die Behandlung von Krankheiten dürfte so alt wie die Menschheit selbst sein. Dabei haben Kräuter zu den ersten Mitteln gehört, die gegen vielerlei Leiden eingesetzt wurden. An zweiter Stelle standen Mineralien und an dritter Heilstoffe aus dem Tierreich. Eines der Probleme bei der Diskussion von altmesopotamischen Heilmitteln ist dabei die Frage nach ihrer Identifikation. Im Folgenden sei auf drei pflanzliche Produkte aus dem Arzneimittelschatz der assyrischen und babylonischen Heilkundigen eingegangen. Eine der Pflanzen ist hinlänglich bekannt in der assyriologischen Literatur: die Zeder (Akkadisch erēnu, Sumerisch giš.erin), wenn auch nicht alle ihre Produkte. Rote Zaunrübe und Gemeine Schmerzwurz sind dagegen unbekannt. Die Identifizierung beider Pflanzen ist eines der Ergebnisse der mehrjährigen Zusammenarbeit mit Shahina Ghazanfar, Botanikerin und Herausgeberin der Flora of Iraq, und Mark Nesbitt, Kurator der Economic Botany Collection in Kew Gardens 1 – sie sind den Keilschriftkundigen unter den akkadischen Namen imḫur-līm und imḫur-ašra geläufig.