Entre oralidade e escrituralidade : a diacronia do alemão em cartas privadas da imigração no Brasil

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Diachronie der deutschen Sprache in den Einwanderungsgebieten Brasiliens und des Río-Plata-Beckens, mit dem Schwerpunkt auf dem Verhältnis zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit des in diesen Kontexten gesprochenen und geschriebenen Deutsch. Ziel...

ver descrição completa

Detalhes bibliográficos
Autor: Schreiner, Mônica
Formato: tesis de maestría
Estado:Versión publicada
Fecha de publicación:2025
País:Brasil
Recursos:Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS)
Repositorio:Biblioteca Digital de Teses e Dissertações da UFRGS
Idioma:portugués
OAI Identifier:oai:www.lume.ufrgs.br:10183/292836
Acesso em linha:http://hdl.handle.net/10183/292836
Access Level:acceso abierto
Palavra-chave:Deutsche Einwanderungssprache
Diachrone Variation
Mündlichkeit und Schriftlichkeit
Sprachkontakte
Private Briefe als sprachwissenschaftliche Quelle
Língua alemã
Diacronia
Oralidade e escrita
Cartas
Contato lingüístico : Brasil : Alemanha
Descrição
Resumo:Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Diachronie der deutschen Sprache in den Einwanderungsgebieten Brasiliens und des Río-Plata-Beckens, mit dem Schwerpunkt auf dem Verhältnis zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit des in diesen Kontexten gesprochenen und geschriebenen Deutsch. Ziel ist es, diese Beziehungen anhand von Daten aus privaten Briefen zu analysieren, die von Einwanderern und ihren Nachkommen geschrieben wurden. Zu diesem Zweck wurden folgende Ziele gesetzt: 1) die Verhältnisse zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit des Deutschen in der Geschichte der deutschen Einwanderungssprache in Brasilien zu analysieren, einschließlich a) einer möglichen gesprochenen Norm [+ Standard]; b) des Fehlens einer schriftlichen Norm und der daraus resultierenden Erscheinung von (dialektalen) Mündlichkeitsmerkmalen; c) des wachsenden Einflusses des Portugiesischen und des möglichen Verlusts der Vitalität der schriftlichen Standardnorm des Deutschen; 2) historische und soziale Faktoren zu identifizieren, die eine Annäherung oder Entfernung von der schriftlichen Standardnorm des Deutschen und die daraus resultierende Annäherung der gesprochenen Varianten auf der Ebene der Mündlichkeit beeinflussen. Diese Studie orientiert sich an den theoretischen Prinzipien der pluridimensionalen und relationalen Dialektologie nach Thun (1998), um Sprachvariation und -wandel unter der Perspektive des mündlichen und schriftlichen Gebrauchs (diamesische Dimension) auf der Grundlage des Nähe-Distanz Modells von Koch und Oesterreicher (1985) mit den diatopischen (aus topostatischer und topodynamischer Perspektive) und diachronischen Dimensionen aus makrochronologischer Perspektive - vgl. Thun, 2009) zu korrelieren. Das Korpus, das als Datenquelle für die Forschung verwendet wird, ist ein Querschnitt aus der Sammlung handschriftlicher Privatbriefe des ALMA-Histórico, ein Teilprojekt des Makroprojektes ALMA (Sprachkontaktatlas der deutschen Minderheiten im La Plata-Becken). Es wurden 107 Privatbriefe analysiert (geschrieben zwischen 1824 und 1991), was der bereits transliterierten Sammlung des ALMA Bestandes entspricht, die die Kriterien erfüllen, ganz oder überwiegend in deutscher Sprache in Brasilien oder dem La Plata-Becken im sozio-historischen Kontext der deutschsprachigen Einwanderung nach Brasilien geschrieben worden zu sein. Zur Analyse der Daten wurden vier historische Zeiträume festgelegt: 1) von 1824 bis 1849; 2) von 1850 bis 1889; 3) von 1890 bis 1939; 4) ab 1940. Der Ansatz umfasste qualitative und quantitative Methoden. Für die Analyse wurden fünf relevante Kategorien für die Untersuchung sprachlicher Aspekte in Privatbriefen mit Fokus auf das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit festgelegt: a) Schreiber und Empfänger; b) Länge der Briefe; c) Nähe und Distanz zum schriftlichen StDt.; d) Strukturelle und wiederkehrende Elemente in Privatbriefen; e) Beispiele für sprachliche Variablen mit möglichen Mündlichkeitsmerkmalen. Innerhalb dieser Kategorien wurden spezifische Variablen festgelegt und analysiert. Unter den Ergebnissen ist hervorzuheben, dass die Ermittlung des Grades der Nähe zur schriftlichen deutschen Standardnorm durch Messung der Abweichungen von der Rechtschreibung und der Morphologie eine Welle größerer Nähe zur Standardnorm im Zeitraum von 1890 bis 1939 ergab, die ab 1940 wieder abnimmt. Mit Ausnahme des letzten Zeitraums (ab 1940), für den keine Briefe mit dem höchsten Annäherungsgrad an die Norm ermittelt wurden, gibt es in allen weiteren Perioden Briefe mit dem höchsten Annäherungsgrad bis zu den von der Norm am weitesten entfernten. Die Präsenz des Portugiesischen im Deutschen nimmt über die Zeiträume hinweg zu. Die Länge der Briefe nimmt im Laufe der Zeit ab, wobei die Briefe in den frühen Perioden im Durchschnitt länger sind (durchschnittlich 639,67 Wörter pro Brief von 1824-1849 und 737,07 von 1850-1889) und in den späteren Perioden kürzer (durchschnittlich 301,25 Wörter pro Brief von 1890-1939 und 330,50 ab 1940).